Category Archives: Wölfe

28Okt/19

Unlock a new world! Eine Aufzeichnung der Jamboreefahrer 2019

Nachdem wir direkt in Washington landeten, verbrachten wir erst einmal die nächsten vier Stunden am Flughafen. Während die anderen Units durch den Zoll zu ihren Rucksäcke gingen, warteten wir auf ein Unit-Mitglied, der versucht hatte einen Apfel ins Land zubringen und dabei herausgezogen wurde. Dies führte dazu, dass wir erst spät nachts im Hotel ankamen. Unausgeschlafen haben wir uns am nächsten Tag auf den Weg gemacht und die klassischen Sehenswürdigkeiten wie das Capitol und das Weiße Haus gesehen, aber auch das „Apollo 50 Festival“. Am Abend ging es nach Goshen, wo wir beide Nächte in „festen“ Zelten das Lager aufschlugen.

Am nächsten Tag machten wir klassische Lageraktivitäten, bevor es endlich auf das Jamboree ging. Auf dem 24. WSJ zu sein war es ein echt unbeschreibliches Gefühl! Wir haben uns wie ein Teil einer großen Familie gefühlt mit Geschwistern aus der ganzen Welt und natürlich der besten Unit und besten Unit-Leitern. In unseren Patrols Stahlnudeln, Werner, Oida und Faultiere wurden die Arbeiten meistens gut erledigt! Außer beim Aufräumen… da hatten wir so unsere Schwierigkeiten! Am ersten Abend hat der Aufbau nicht ganz so gut geklappt, weil das Wetter so gar nicht mitgespielt hat. Dafür war der nächste Abend umso besser. Was hätte man sich denn krasseres vorstellen können als eine Drohnenshow? Unser Gartenzwerg Rudi war natürlich immer dabei.

Am Cultural Day gab’s bei uns, die traditionell guten Obatzter, Kässpatzen und unseren perfekt geübten Schuhplattler im urbayerischen Zelt. Kurz gab es Panik, als wir erfuhren, dass unsere Nachbarn Läuse hatten… Gott sei Dank hat es keinen von uns erwischt. Nach der Enttäuschung, dass wir doch nicht auf der großen Bühne platteln, hatten wir noch gelungene Auftritte auf der Bühne bei den Headquatern und beim German Foodhouse. Die Closing Ceremony war auch ein voller Erfolg! Nachdem Pentatonix und Light Balance super Auftritte abgelegt hatten kam natürlich das umweltfreundliche 30-minütige Feuerwerk mit Laser-Feuershow. Es war einfach nur pure Gänsehaut für uns alle! Ich würde sagen: „Da haben wir wieder mal Glück gehabt“.

Nach einer unvergesslichen Zeit ging es dann letztendlich nach Kanada. Der kurze Halt an den Niagarafällen verschaffte uns einen kurzen Einblick, wie beeindruckend die Wasserfälle wirklich sind. Die Bootstour und das Shoppen danach war eine gelungene Abwechslung. Nach einem Tag Busfahren erreichten wir dann endlich den Bruce Peninsula Nationalpark, wo wir schnell ein Lager aufbauten. Die nächsten Tage wurden entspannt und wir nutzten den See direkt neben uns komplett aus: Kajaktour, Bootstour um den großen See und Schwimmen. Auch eine Wanderung und ein Besuch der naheliegenden Grotto blieben nicht aus. Neben Waschbären, die uns jeden Abend besuchten, lies sich auch ein Schwarzbär blicken. Jeder war traurig erleichtert aber auch etwas froh, als es nach Toronto ging. Dort warteten nämlich neue Pfadfinder und warme Duschen auf uns. Neben einem Tag, den wir in der Stadt verbrachten, wurden auch andere Pfadis eingeladen. Wir konnten uns über die Kulturen austauschen, indem wir uns gegenseitig einige Spiele zeigten und Badges tauschten.

Wir sprechen für alle 36 Ohmler wenn wir sagen, dass wir eine unvergessliche Zeit hatten und uns schon auf das Nachtreffen freuen.

Pauli Schmidt, Till Dieckhoff und Emily Werner

25Jun/19

Die Detektive aus Röthenbach – Aufnahmefahrt der Wölfe

Wir, die Sippe Wölfe des Pfadfinderstammes St. Wolfgang, sind letztes Wochenende, vom 03. bis zum 05. Mai, endlich zu unserer, von uns lang ersehnten, „Krimifahrt“ zur „Sepplhüttn“ bei Langenzenn aufgebrochen

Zwei von uns haben vor der Fahrt sowohl eine komplette Geschichte geschrieben, als auch für jeden von uns einen Charakter entwickelt, den wir das ganze Wochenende lang verkörperten. Unsere Aufgabe bestand darin, einen fiktiven Mordfall aufzuklären, den einer von uns begangen hat. Dies sollten wir mit Hilfe von kleinen Hinweisen oder Rätseln bewerkstelligen, die unsere Spielleiter vorher versteckt oder vorbereitet hatten. Es handelt sich quasi um eine Art „ausgedehntes Krimidinner“. Am Abend wurden wir dann in die Geschichte eingeführt und bekamen eine Fallakte, in der wir Infos über den „Mordfall“ bekamen. Wir sollten den berühmten Londoner Mörder „Jack the Ripper“ im Jahr 1888 entlarven.

Beim Abendessen bekam jeder von uns seinen ersten persönlichen Hinweis und eine Akte über jeden einzelnen Charakter und in dem Gespräch danach wurde bereits klar, wie viel Arbeit unsere Freunde in die komplex verstrickte Geschichte gesteckt hatten, da jeder Charakter irgendwie mit einem anderen verbandelt war. Nach dem ersten und zweiten Hinweis, den wir vor dem Mittagessen des nächsten Tages bekommen hatten, hatten wir alle noch überhaupt keine Idee wer der Schuldige sein könnte. Während wir in unseren Rollen blieben haben wir gekocht, geredet, gelacht und gespielt, wodurch wir auch immer wieder neue Hinweise oder ähnliches gefunden hatten, wie beispielsweiße das Tagebuch des „Opfers“, welches im Kamin versteckt war.

Samstagnachmittag haben wir unsere eigenen Karten für eins unserer Lieblingsspiele gezeichnet. Am Abend legten wir unsere Rollen dann mal zur Ausnahme ab, denn Chris, unser Stammesleiter kam um uns als „Ranger/Rover“ aufzunehmen. Das bedeutet wir bekommen das blau-lilane Halstuch und zählen zu den Älteren. Die Aufnahme wurde sehr schweigsam und andächtig vollzogen, obwohl sie sich über mehr als drei Stunden erstreckte. Gerade deshalb war das ein etwas surreales und schönes Erlebnis.

Sonntagvormittag bekamen wir dann unseren letzten Hinweis, doch auch mit diesem konnte niemand von uns den Mörder richtig benennen, obwohl jeder irgendjemanden verdächtigte. Auf dem Heimweg wurde die Geschichte dann aufgelöst und es war sehr faszinierend, endlich die verwirrende Geschichte vollständig erklärt zu bekommen und zu wissen, wem wir fälschlicher Weise vertraut hatten.

Wir waren so gegen 16:30 Uhr wieder zurück in Röthenbach und waren alle geschafft von dem anstrengenden Wochenende.

Text & Fotos
Tobias Rauch

23Jun/18

Ab in die USA! – 12 Röthenbacher Pfadis fahren 2019 gemeinsam auf das World Scout Jamboree!

Das hat man wirklich nicht alle Tage!
Während es in 33 Jahren Stammesgeschichte keine einzige Teilnahme am World Scout Jamboree gab, sind es 2019 ganze 12 Pfadfinder aus Röthenbach.
Die ersten Vorbereitungslager, die ersten Spendensammlungen beginnen.

Das World Scout Jamboree (WSJ) ist DAS internationale Pfadfindergroßlager.
Das Weltpfadfindertreffen findet alle vier Jahre in einem anderen Land und auf einem anderen Kontinent statt.
Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus mehr als 150 Nationen nehmen daran teil.

Jamboree bedeutet Spaß, Abenteuer, fremde Kulturen, internationaler Austausch und ganze viele neue Freunde aus der ganzen Welt.
Das Ziel eines Jamborees ist es, Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt zusammenzubringen um Frieden und gegenseitiges Verständnis
für verschiedene Kulturen zu schaffen und ist definitiv ein Highlight in einem jedem Pfadfinderleben.

Text: Chris

Bildquelle: http://jamboree.wiltshirescoutcentre.org.uk/